Ob Schafsnase, Hasenkopf oder Rotes Hähnchen – wer da hineinbeißt, lebt gut vegetarisch, denn das ist reinstes Fruchtfleisch. Bei allen dreien handelt es sich um alte Apfelsorten und die sind derzeit im Trend. Aus gutem Grund, denn alte Sorten schmecken oft unglaublich gut und sind als Pflanze robuster gegen Krankheiten und Schädlinge. Außerdem sind sie im Vergleich zu den modernen Inzuchtkreuzungen genetisch reicher. Leider sieht man ihnen ihre Vorteile oft nicht an: klein, unebenmäßig, voller Flecke. Und das Auge isst mit.
Eine besondere Rolle kommt den regionalen und lokalen Sorten zu. Diese Obstsorten verfügen über einen Heimvorteil, denn sie sind bestens an Klima und Boden angepasst. Außerdem vermitteln sie Heimatgefühl und Lokalstolz. Bei dem Einen oder der Anderen lösen sie sogar Kindheitseinnerungen aus, da bis zur Wiederentdeckung oft eine große zeitliche Lücke klaffte. Bei den Äpfeln drückt sich die örtliche oder räumliche Zugehörigkeit gern im Namen aus: Altmärker Brautapfel, Britzer Dauerapfel, Gubener Warraschke, Lausitzer Nelkenapfel, Teltower Wintergravensteiner, Werdersche Wachsrenette.
Für unsere Region seien der Rote Winterstettiner, der Mecklenburger Kantapfel, der Mecklenburger Königsapfel, der Pommersche Langsüßer und der Pommersche Krummstiel empfohlen. Letzteren erkennt man unter anderem an der typischen Fleischnase in der Stielgrube, die ihm auch zum Namen verholfen hat. Der Pommersche Krummstiel ist ein echter Universalapfel und kann sowohl roh vom Baum verspeist werden, als auch zu Apfelmus verkocht oder zu Saft gepresst. Die Erntezeit läuft gerade, der Verzehr ist bei guter Lagerung bis Februar möglich. Wie wäre es also mit einer regionalen Apfelsorte, … damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können!

[...] Sie schon immer einmal wissen wollten, was ein Pommerscher Krummstiel ist, dann sollten Sie beim sehr geschätzten Kollegen Alex Zander im Freestland vorbeischauen. Und [...]
Verrückt, gerade heute morgen habe ich noch ein Apfelkuchenrezept gelesen, in dem die mir bis dato unbekannte Rheinische Schafsnase verarbeite wurde, und nun lese ich hier wieder etwas von der Schafsnase.
Jetzt wäre ich für einen Tipp dankbar, in welcher Baumschule man solche Apfelsorten gibt. Dann wird sofort gepflanzt….
Ich habe die Suchmaschine meines Vertrauens bemüht, und u.a. diese Baumschule gefunden: http://www.baumschule-horstmann.de/, die alte Apfelsorten anbietet.
Alte Apfelsorten kann man in Berlin-Schöneberg zumindest kaufen und kosten: http://www.apfelgalerie.de.
Leider war die Ernte dieses Jahr etwas mager, da es während der Maiblüte Frost gab.
[...] meine Beiträge über alte und regionale Apfelsorten auf großes Interesse gestoßen sind, möchte ich die angestoßenen Äpfel heute durch frische [...]
[...] Sache mit den Äpfeln und den alten Obstsorten fängt an frische Blüten zu treiben. Neulich saß ich mit einige [...]
[...] hab ich doch neulich im Freestland-Blog einen Artikel zu regionalen Apfelsorten rausgehauen und dabei eine Sorte vergessen. Neben dem [...]