Freestland liegt nicht in Estland, auch wenn es sich darauf reimt.
Freestland liegt am Peenestrom, dort wo das Salzwasser der Ostsee und Süßwasser von Peene und Oder ineinander fließen. Freestland bedeutet Festland, Usedom gehört nicht dazu. Freestland ist auf keiner Karte eingezeichnet. Trotzdem existiert es. In Freestland liegen verträumte bis verschlafene Dörfer, zum Beispiel Buggenhagen und Buddenhagen, Klein Jasedow und Groß Ernsthof, Hohensee und Hohendorf, Zarnitz und Zemitz.
Warum Freestland?
Freestland reicht vom Achterwasser bis zur Peenemündung. Den südlichsten Hafen hat das Ackerbürgerstädtchen Lassan, den nördlichsten das Fischerdörfchen Freest. Auf diese Weise kommt auch die Bezeichnung »Freestland« zustande, ein Kofferwort, gebildet aus »Freest« und »Lassaner Land«. Als terra Lesane wurde das Gebiet um die Burg Lassan im 13. Jahrhundert erstmalig erwähnt. Doch nicht allein das: Freest Land meint im Englischen »freiestes Land«. Und frei kann man sich hier schon fühlen.
Freestland liegt am Peenestrom, aber abseits der Besucherströme.
Die Lage im touristischen Windschatten der Badeinsel Usedom hat so seine Vorteile. Wer beschauliche Ruhe und Einsamkeit mag, ist mit Freestland bestens bedient, denn die anderen sind ja auf Usedom. Die Natur ist unberührt und lädt zu individuellen Entdeckertouren ein. Egal ob mit dem Rad, dem Auto oder zu Fuß. Über weite Teile Freestlands erstreckt sich der Festlandgürtel des Naturparks Usedom. Vor allem hektische Großstadtmenschen können hier wunderbar entschleunigen. Frische Luft kommt von der See, die Geräuschkulisse vom Vogelgezwitscher. Und des Nachts kann man allerlei zwinkernde Sterne am Firmament betrachten, in vielen Gegenden heutzutage eine Seltenheit.
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