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Posts Tagged ‘Fritz Reuter’

Nudelsalat

Heute: Ein Kessel Buntes


Zum dritten Geburtstag des Freestland-Blogs am 6.6.2011 hatte ich eigentlich einen oppulenten und höchst originellen Artikel geplant mit Suchbegriffen, die auf diese heiligen Seiten führen. Aber mit der Aufgabenstellung war die Messlatte so unermesslich hoch gehängt, dass man bequem drunter durch laufen kann. Und das mache ich jetzt. Der Blogger Vilmoskörte von nebenan hat gerade erst unter dem Titel „vogel ohne fleisch“ einen Artikel erstellt, in dem listenartig Suchbegriffe aufgeführt sind, die zu seinem Blog führten. Da dachte ich mir, warum soll ich mich noch länger auf die Kalauer legen, wenn doch die Suchanfragen an sich schon originelle Formulierungen und somit die Helden des Beitrags sind? Hier sind sie nun – gestern noch in den Suchmaschinen, heute schon auf unserer Showbühne – die Suchanfragen:

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bresekow in vorpommern
rumms da geht die pfeife los
wenn einer dauhn deit wat hei deiht denn kann hei nich mihr dauhn as hei deiht
vadding in frankreich
fische in der peene
runkelmunkel
antje antje timpe te
realitätsnahe romane
unzufriedene frau vom fischer
peter braun in ahlbeck
weltuntergang mecklenburg
freest radioaktiv
haus des rundfunks großer sendesaal
hans fallada schreibt allein roman
ostsee lassan wer war da
traktor unfälle auf usedom
ein bett im kornfeld umgedichtet
raupe grün stachel
mangelreich
sprachkurs ostdeutsch
karikaturen zum 20. geburtstag
„ddr ahoi“
100 grad fieber
armengrab
catwalk binz
gebührenpflichtiger parkplatz
wie soll der neue kreis heißen … ostvorpommern

~

Die besten Pferde im Stall sind übrigens die Namen: heinrich zille, fritz reuter, wilhelm busch, alfred döblin, alfred grenander, alfred roloff, hans fallada, hans poelzig, bernt notke, philipp otto runge. Namen ziehen unheimlich Leser an, darum dieses Namedropping.

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„Wenn einer dauhn deit, wat hei deiht,
denn kann hei nich mihr dauhn, as hei deiht.“

(Fritz Reuter, 1810-1874)

Überraschend viele Zugriffe bekommt das Freestland-Blog dank eines Hinweises. Vor einem Monat habe ich kurz+knapp auf die Herausgabe einer Sondermarke zu Fritz Reuters 200. Geburtstag hingewiesen. Auf der Briefmarke à 100 Eurocent gibt es ein plattdeutsches Zitat aus der Feder des Dichters, denn Reuter hatte seinerzeit das Plattdeutsche in den Stand einer Literatursprache erhoben – vergleichbar mit Philipp Otto Runge, der eine Generation zuvor das Märchen „Von den Fischer un siine Fru“ in vorpommerscher Mundart niederschrieb und den Gebrüdern Grimm überließ.

Nun landen viele auf meinem Blog, die wissen wollen, was der Satz bedeutet. Das geht aus den Suchanfragen hervor. Hier die wenig spektakuläre Übersetzung – Deutschlehrer werden die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, weil so viel getut-tutet wird, aber die Quelle gibt nichts anderes her (Merksatz: „Tuten tut der Nachtwächter, wenn er nicht gerade schlafen tut.“):

„Wenn einer tut, was er tut,
dann kann er nicht mehr tun, als er schon tut.“

oder
„Wenn einer tut, was er tun kann,
dann kann er nicht mehr tun, als er tut.“

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Kein Husum: Wo Onkel Bräsig zuhause ist.


Der plattdeutsche Bestsellerautor und Heimatdichter Fritz Reuter hätte heute Geburtstag, sein 200. Wiegenfest. Seine Stärke war das Schreiben von heimischen Geschichten opp Plattdüütsch. Heute kennt man seinen Namen zumeist von Straßenschildern her, die Bücher lesen wohl nur noch wenige. Was schade ist, denn Plattdeutsch ist eine sehr schöne Sprache – kein Dialekt übrigens, wie mancher denken mag. Im Mittelalter, genauer: in der Hansezeit, war Plattdeutsch die Handelssprache zwischen London und Reval, Stockholm und Stralsund.

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„Wenn einer dauhn deit, wat hei deiht,
denn kann hei nich mihr dauhn, as hei deiht.“

Briefmarke zum 200. Geburtstag von Fritz Reuter
Der plattdeutsche Schriftsteller Fritz Reuter bekommt zu seinem 200. Geburtstag eine Sonderbriefmarke zu 100 Cent.

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Hier wurde Reuter auf den Namen Friedrich getauft: Stadtkirche Stavenhagen.

Die beiden Bundeslandhälften von Mecklenburg-Vorpommern himmeln in diesem Jahr jeweils eine künstlerische Persönlichkeit an. Während die Vorpommern den 200. Todestag von Philipp Otto Runge bejubeln, feiern die Meeklenburger den 200. Geburtstag des plattdeutschen Volksschriftstellers Fritz Reuter. In Vorpommern verehrt man einen früh verstorbenen Romantiker, in Meeeeklenburg einen trinkfreudigen Bestsellerautor. Sagt das etwas über die Mentalität der Bewohner aus? Ehrlich gesagt, wir wissen es nicht.

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Fritz-Reuter-Denkmal in Stavenhagen: Ihr Völker der Welt, sprecht mehr Platt, sonst bereuters!

Die schönsten plattdeutschen Wörter des Jahres 2010 sind „Spijöök“ und „Miendientje“. Die beiden Wörter wurden am Sonntag in Stavenhagen, der Geburtsstadt des plattdeutschen Dichters Fritz Reuter (Achtung, nicht mit dem plattdeutschen Dichter Fritz Stavenhagen verwechseln!), bekannt gegeben. Der Begriff „Spijöök“ steht für Spaß und Flunkerei und ist der Sieger in der Kategorie plattdeutsches Wort. Der Begriff „Miendientje“ siegte in der Kategorie beste plattdeutsche Wortneuschöpfung. Gemeint ist der Warenabtrenner an der Supermarktkasse, der „meins“ und „deins“ voneinander trennt. Die liebste plattdeutsche Redensart ist laut Jury: „Jeder räd`t von`t supen, keiner räd`t von`n Döst.“ (Jeder redet vom Trinken, keiner redet vom Durst.)

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