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Posts Tagged ‘Niederdeutsch’


„Wenn einer dauhn deit, wat hei deiht,
denn kann hei nich mihr dauhn, as hei deiht.“

(Fritz Reuter, 1810-1874)

Überraschend viele Zugriffe bekommt das Freestland-Blog dank eines Hinweises. Vor einem Monat habe ich kurz+knapp auf die Herausgabe einer Sondermarke zu Fritz Reuters 200. Geburtstag hingewiesen. Auf der Briefmarke à 100 Eurocent gibt es ein plattdeutsches Zitat aus der Feder des Dichters, denn Reuter hatte seinerzeit das Plattdeutsche in den Stand einer Literatursprache erhoben – vergleichbar mit Philipp Otto Runge, der eine Generation zuvor das Märchen „Von den Fischer un siine Fru“ in vorpommerscher Mundart niederschrieb und den Gebrüdern Grimm überließ.

Nun landen viele auf meinem Blog, die wissen wollen, was der Satz bedeutet. Das geht aus den Suchanfragen hervor. Hier die wenig spektakuläre Übersetzung – Deutschlehrer werden die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, weil so viel getut-tutet wird, aber die Quelle gibt nichts anderes her (Merksatz: „Tuten tut der Nachtwächter, wenn er nicht gerade schlafen tut.“):

„Wenn einer tut, was er tut,
dann kann er nicht mehr tun, als er schon tut.“

oder
„Wenn einer tut, was er tun kann,
dann kann er nicht mehr tun, als er tut.“

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Wir können alles, außer Hochdeutsch. Dieser mittlerweile schon zur gängigen Redewendung mutierte Standortslogan aus dem Hause Scholz & Friends kann nicht nur für Baden-Württemberg gelten, sondern ebenso für Bayern, Sachsen oder eben für uns Nordddeutsche. Regionales ist im Kommen. Die Universität Leipzig lockte in diesem Semester Studienanfänger vor allem aus den alten Bundesländern mit einem Sprachkurs: „Sächsisch für Anfänger“. Eiferbibsch. Gänsefleisch. Motschegiebschen. Gelummbe.

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»Die zwei sprachen sich in ihren Dialekten über ihre Heimat aus. Sie ergänzten ihre Schimpfwörterverzeichnisse; sie wussten beide, was das ist, niederdeutsch. Es ist jener Weg, den die deutsche Sprache leider nicht gegangen ist, wieviel kraftvoller ist da alles, wieviel bildhafter, einfacher, klarer – und die schönsten Liebesgedichte, die der Deutsche hat, stehen auf diesen Blättern.«

~
(Quelle: Kurt Tucholsky – Schloss Gripsholm)

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